Feeds:
Beiträge
Kommentare

Liebe CSU,

Ausländer sollen in der Öffentlichkeit Deutsch reden und zuhause gefälligst auch, fordern Sie in Ihrem Leitantrag… oder Leidandrag? (als Frrängin machd es eh keinen Underschied).

Also, was genau meinen Sie? Oder soll ich fragen, wen? Ich bin gebürtige Frrängin (Deutsch: Fränkin). Das, also Frrängisch, ist meine Muttersprache. Meine dritte Fremdsprache ist Deutsch. Meine erste war Englisch, meine zweite Französisch. Meine vierte Spanisch. Sie haben recht, Deutsch zu sprechen ist wichtig, wenn man außerhalb seines direkten Sprachumfelds verstanden werden möchte. Deswegen habe ich ja Hochdeutsch gelernt, so dass mich auch Menschen in Hamburg, Köln oder Leipzig verstehen. In den 26 Jahren meines Lebens in Ihrem schönen Bundesland und auch wenn ich später zu Besuch da war, habe ich selten Deutsch gehört, von Coburg bis Garmisch, von Passau bis Neu-Ulm oder Würzburg, von Augsburg bis Hof reden die Menschen viele Sprachen, darunter Ober- und Niederbayerisch, Schwäbisch, Oberpfälzisch, Mitttel-, Ober- und Unterfränkisch. Gerade außerhalb der größeren Siedlungen ist es für deutschsprechende Menschen etwa aus anderen Bundesländern unseres schönen Deutschlands oder Deutschsprechende mit Migrationshintergrund mitunter schwierig, zu verstehen, was in der Öffentlichkeit so gesprochen wird. Ja selbst ich brauche mitunter einen Dolmetascher, wenn ich mich etwa in Altbayern bewege. Vielleicht geben Sie Deutschkurse für Einheimische? Wär doch mal ein Anfang für eine bessere Integration.

Tja und da sitze ich nun und lese mich durch Webseiten, wie Sohnemann seinen Laptop auch nach dem 8. April noch nutzen kann. Der Laptop ist in Ordnung. Zum Surfen, für Office-Programme und ähliches Gedöns reicht er nach wie vor dicke. Eigentlich wäre alles gut. Nur: Er läuft mit XP. Und Microsoft stellt den Support für die Sicherheit des Betriebssystems ein. Umrüsten wäre Quatsch, a) zu teuer und b) ist der Rechner vermutlich zu alt/langsam für Windows 8.1 und Konsorten.

Wir sind schon so an die Wegwerf- und Erneuerungskultur gewohnt, besonders bei technischen Produkten, dass sich niemand aufzuregen scheint. Obwohl – so ist zu lesen – allein in Deutschland noch etwas acht Millionen Computer mit XP ausgestattet sind, darunter Steuerungsgeräte für EC-Automaten und PCs im Bundestag, bestimmt auch bei Gericht, in Krankenhäusern und so weiter.

Wie kann es sein, dass ein Weltkonzern all diese Unternehmen “zwingen” kann, sich Neuware anzuschaffen? Gibt es kein Unternehmen, dass die Lücke schließt, die Microsoft aufreißt? Komisch.

Dabei habe ich vor ein paar Tagen die gegenteilige Erfahrung gemacht bei einer anderen Sorte Technik. Meinem uralten Plattenspielger, gekauft 1987 vom bei einem Ferienjob erarbeiteten Geld. Kein besonders nobles Gerät, sondern das, was in den 80er Jahren in vielen Jugendzimmern rumstand, in meinem Fall ein Philips-Gerät. Da ging letztens die Plattennadel hops. Und ich war mehr als unsicher, ob ich Ersatz bekomme. Klar, Saturn und Mediamarkt haben Plattennadeln längst aus dem Sortiment genommen. Also bin ich in einen Nobel-Hifi-Laden und siehe da: exakt meine Plattennadel für meinen uralten Billigplattenspieler sofort da und vorrätig und passt. Musik klingt wieder. So kann Support auch aussehen, Herr Gates!

“Wenn selbst Journalisten nicht mehr zwischen Werbung und Inhalt unterscheiden können, dann wird Werbung zum Inhalt.”

… schreibt Martin von den Blogrebellen. In seinem lesenwerten Beitrag geht es um virales Markteing, das uns verkauft wird als Zufallsaufstieg zuvor unbekannter Künstler, in diesem Fall “First Kiss”.

Mein Leben ist gerade so pickepacke voll, dass mein Bloghäuschen leider etwas in den Hintergrund geraten ist. Aber heute las ich etwas in der Zeitung, das ich mit euch teilen möchte.

In einer Kolumne im KStA macht sich Peter Manshausen, 17 Jahre, Redaktionsmitglied der Jugendseite der Zeitung, Gedanken über das Unterrichtsfach Religion:

“Religionsunterricht sollte nicht abgeschafft werden. Denn die jüdisch-christliche Überlieferung gehört zur Allgemeinbildung, die Schulen vermitteln müssen. Dazu gehören aber auch Islam, asiatische Religionen, Naturreligionen und moderne Sekten. Kinder nach ihrer Religionszugehörigkeit zu trennen, kann nicht im Sinne der Integration sein. Der Religionsunterricht sollte informieren über die Vielfalt der Religionen und Weltanschauungen der Erde.”

Wie recht er hat. Bei uns im Viertel steht eine schöne, große katholische Kirche. Hohe Räume, Mystik, schönes Licht. Ein Tempel eben. Ich selbst bin katholisch geboren, aber längst konfessionslos. Dennoch genieße ich manchmal die mystische Stimmung in diesem Gebäude und meditiere ein bisschen vor mich hin. Und dann denke ich mir: Kostet verdammt viel Geld, diese Kirche zu unterhalten. Da ich sie gelegentlich nutze, sollte ich meinen Beitrag leisten. Klar werfe ich ein paar Münzen für angezündete Kerzen in die dafür vorgesehene Sparbox. Aber das meine ich nicht.

Wie schön wäre es, wenn dieser Tempel allen Bewohnern unseres Viertels offen stünde und alle gemeinsam etwas daran tun, das Gebäude zu unterhalten. Wie wäre es, wenn Buddhisten, Christen aller Konfessionen, Muslime ebenfalls aller Konfessionen, Juden, Hinduisten, alle mit Privatreligionen und wer sonst noch möchte hier zur Einkehr finden kann und in seiner Façon beten oder meditieren kann. Wie wäre es, wenn eine Ecke mit Gebetsteppichen ausgelegt wäre, woanders Jesus am Kreuz hängt oder Maria ihr Baby wiegt und wieder woanders Buddha freundlich in die Welt lächelt. Analog für andere Glaubensgemeinschaften. Ich fände das großartig und Integration at it’s best. I have a dream. Und ich weiß, wie weit er von der Wirklichkeit weg ist. Aber träumen wird man ja noch dürfen …

Eines Tages…

So schön kann slammen sein. Ich wünsche ein wunderschönes Wochenende!

“Ich habe nichts zu verbergen”, das habe ich diese Tage erst wieder gehört als es um das Thema Datenschutz ging.

Mag sein. Kann trotzdem ganz praktische Nachteile für dich haben. Warum es dich betreffen kann, obwohl du sparsam mit deinen Daten umgehst und keinen Schufa-Eintrag hast, erklärt dieser Beitrag. Manchmal reicht es, ein Mann zu sein, eine bestimmte Adresse zu haben oder einen Migrationshintergrund. Diskriminierend? Ja, schon.

Hier die Website zu dem Projekt: http://stry.tv/2013/08/01/st_ry-video-folge-1/

2010 habe ich selbst mal getestet, welche Rückzahlwahrscheinlichkeit mir die bekannten Auskunfteien einräumen: http://mayarosasweblog.wordpress.com/2010/11/21/big-brother-und-die-bonitat/

Die Weihnachtsansprache kenn ich vom Bundespräsidenten und anderen Staatsoberhäuptern und der Papst gibt allen seinen Segen, aber warum soll ein anderer Promi nicht auch eine Weihnachtsansprache halten, besonders, wenn er wirklich etwas zu sagen hat:

“Unser Privatleben hilft uns zu bestimmen, wer wir sind und wer wir sein wollen.” – Allerdings kennen Kinder von heute kein Privatleben mehr, meint Snowden. Und mir dünkt, es stimmt: Mit GPS-Empfänger in der Tasche wird jeder Schritt verfolgt und analysiert, eingeloggt in die sozialen Netze werden alle Zusammenhänge von Likes und Freunden und Standorten analysiert …

Herrn P. habe ich eingeschärft, das GPS auszulassen. Wenn soziale Netze dazu kommen, immer ausloggen vor dem Surfen. Ob es viel nützt, ich weiß es nicht.

Ich wünsche mir für 2014: Mehr Privatsphäre für alle. Hier muss mindestens Europa aktiv werden, besser die UN.

In Großbritannien auf Channel 4 scheint es bereits seit 11 Jahren üblich, Persönlichkeiten jenseits der Queen zur Weihnachtsansprache zu bitten, wie hier aus dem tn3-Artikel zu erfahren ist.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 60 Followern an