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Ein junger Mann (19) ist am Wochenende in einem Baggerloch ertrunken. Er war Nichtschwimmer. Ob Alkohol im Spiel war, wird noch geklärt. Ein tragischer Unfall.

Gestolpert bin ich im Zeitungsbericht über die Erklärung, dass das Baden in den Kölner Baggerlöchern schon lange verboten sei, weil zu gefährlich. Erlaubt ist es nur an bewachten -  und meist kostenpflichtigen – Stellen. Am Rhein ist es erlaubt, aber es wird davon abgeraten.

VERBOTEN.

Hm. Bisher dachte ich, wenn an einem See das Baden verboten ist, dann ist das entweder, weil das Wasser ein giftiges Dreckloch ist oder weil es dem Schutz und der Ruhe der Natur dient. Zwei Gründe, die ich gut akzeptieren kann. Aber ein Verbot zum Abhalten vor Leichtsinn, der möglicherweise zu einem Unfall führt? Wo bleibt da die Eigenverantwortung?

Vor meinem geistigen Auge erscheint das Schild, das mich als Kind wohl von allen Schildern am tiefsten beeindruckt hat:

BETRETEN AUF EIGENE GEFAHR. ELTERN HAFTEN FÜR IHRE KINDER.

Gefällt mir besser, als verbieten.

Endlich Sommer…


… gestern wieder Tanz am See und überhaupt… für mich könnte das ganze Jahr Sommer sein

Wünsche euch allen ein schönes Pfingstwochenende!


“Wenn wir einen Menschen hassen, so hassen wir in seinem Bild etwas, was in uns selber sitzt. Was nicht in uns selber ist, das regt uns nicht auf.”
Hermann Hesse, Demian


Deswegen bewegt mich dieses Urheberrechtsthema auch so.

Es tut weh zu beobachten, wie es einerseits immer schwieriger wird, mit künstlerischer Arbeit Geld zu verdienen, ja sogar, immer schwerer wird, Künstler in ihrer Arbeit zu unterstützen, wobei sich andererseits andere an geklauten Inhalten und der kreativen Kraft von Musikern, Fotografen, Textern, Regisseuren, Autoren etc. bereichern. Und es tut weh, dass immernoch die (Falsch-)Behauptung, das Urheberrecht schütze nur Monopolisten, durch die Köpfe geistert. Denn die Bekämpfung des Urheberrechts spielt eben diesen Giganten und Monopolisten in die Hände. Denn zum einen verdienen sich google, facebook, pinterest, Downloadplattformen etc. ‘ne goldene Nase. Aber auch bei den Filmproduktionen, Musikverlagen etc. gehen zuerst die kleinen Independantfirmen kaputt. Denn die können sich viel weniger wehren gegen den Klau ihrer Werke.

Vielleicht ist der Ton, den Sven Regener  (Element of Crime) im Zündfunk-Interview anschlägt, nicht immer angemessen. Andererseits kann ich auch verstehen, dass ihm der Kragen platzt. Inhaltlich kann ich ihn größtenteils nachvollziehen. Vielleicht kennen das Interview manche von euch schon, ich hatte es noch nicht gehört.

Hier ein paar Ausschnitte:

“Zu glauben, irgendwann käme das Sozialamt um die Ecke und würde die Bezahlung der Künstler übernehmen und dabei würde noch gescheiter Rock’n Roll rauskommen, das kann man knicken. (…) Und es sollte sich jeder auch junge Mensch überlegen, ob er sich wirklich zu einem Lobbyisten von so einem milliardenschweren Konzern wie Google machen möchte. (…) Ein Geschäftsmodell, das darauf beruht, dass die, die den Inhalt liefern, nix bekommen, das ist kein Geschäftsmodell, das ist scheiße.”

und noch ein Schmankerl zur Piratenpartei:

“Auch der Begriff Piratenpartei ist geistiges Eigentum. Und wenn ich hier morgen eine Piratenpartei gründe, steht eine halbe Stunde später der Anwalt der Piratenpartei auf der Matte.”

Ich vermute, da hat er ziemlich recht, der Herr Regener.

Hier die ganze Wutrede zum Hören


Elvira hat mir heute einen Link zu einem sehr interessanten Artikel geschickt, der sich mit unserer Definition von Tod, ihrer historischen Entwicklung und den neuesten medizinischen Erkenntnissen auseinandersetzt. Unbedingt lesenswert

Hier ein Auszug: “Durch die Technik werden menschliche Lebensweisen geschaffen, die es zuvor nicht gab, wie tiefgefrorene Embryonen oder lebende Hirntote, und erschüttern unsere vermeintlichen anthropologischen Gewissheiten. (…) Will man eine Polarisierung der Hirntoddebatte, wie sie in den 90er Jahren stattfand, vermeiden, muss eine offene und öffentliche Diskussion geführt werden, die sich weder auf Expertengremien beschränkt noch unliebsame Argumente von vornherein ausgrenzt. Nur so kann vermieden werden, dass der Eindruck entsteht, als sollten bestimmte Interessengruppen bedient oder demokratische Willensbildungsprozesse unterlaufen werden.”

Und da ist dann noch ein Argument von Elvira, das ich sehr nachdenkenswert finde: Patientenverfügung und Organspende schließen sich gegenseitig aus. Das eine sagt nämlich: Nicht am Leben erhalten mit Apparatemedizin. Das andere tut genau das, mit Apparaten das Sterben verlängern.

Bei der Gelegenheit wollte ich noch Danke sagen für die vielen offenen, interessanten und nachdenklichen Kommentare letztens, als ich schon mal zum Thema gepostet hatte.

Und jetzt erst recht


Da äußern Künstler und Kreative ihre Meinung und sie werden dafür bedroht. Nicht im Iran, nicht in China, nicht in Saudi-Arabien oder Nordkorea. Nein, hier in Deutschland.

Thema Urheberrecht.

Viele Kreative verfolgen mit Unbehagen die Diskussion um das Urheberrecht und einige haben eine Erklärung dazu formuliert, die man unterschreiben kann. Hier ein Zitat aus dem Aufruf: “Das Urheberrecht ist eine historische Errungenschaft bürgerlicher Freiheit gegen feudale Abhängigkeit, und es garantiert die materielle Basis für individuelles geistiges Schaffen.

Aus der Gruppe Anonymous haben sich einige hinreißen lassen, persönliche Daten der Unterzeichner zu veröffentlichen und ihnen zu drohen, dass dies nur der Anfang sei und dass jeder ‘gedoxt’ (gemobbt) werde, der hier unterschreibt.

Die Verfasser des Aufrufs warnen sogar auf ihrer Seite: “Achtung: Wir werden bedroht! Kriminelle, die das Urheberrecht bekämpfen, kündigen an, von jedem der Unterzeichner die Postanschrift (oder denic-Adresse) zu beschaffen und ins Netz zu stellen, wenn wir unsere Unterschriftenliste nicht schließen. Bitte sehen Sie von einer Unterschrift ab, wenn Ihnen darum bang ist. Natürlich geben wir keinerlei Adressen weiter.”

Geht’s noch?!

Jetzt erst recht. Ich habe soeben bei “Wir-sind-die-Urheber” unterzeichnet. Und ich wünsche mir, dass es mir viele, die hier mein Blog besuchen, nachtun.

Eine lebendige Kunst- und Kulturszene schützt man sicher nicht dadurch, indem man sie bedroht. Jetzt erst recht unterschreiben!

Wir können dafür streiten, dass youtube, facebook und Co. für die Legalisierung der Kreativinhalte zuständig sind und für deren Nutzung zahlen, so dass die Nutzer ihre Lieblingsmusik legal teilen können. Schließlich verdienen sich Zuckerberg und Co. eine goldene Nase damit. Warum sollen die Erzeuger leer ausgehen?

Wir können dafür streiten, dass Buy-Out-Verträge als unzulässig gelten und so die Kreativen vor allzu gierigen Musikverlagen und Medienhäusern schützen.

Wir können darüber diskutieren, ob der Urheberrechtsschutz nach dem Tod des Urhebers wirklich noch 70 Jahre bestand haben muss und darüber, wie wir vermeiden, dass die private Weitergabe z.B. von ‘nem Lieblingssong illegalisiert wird. Denn kaum ein Kreativer hat was dagegen, wenn man sagt, guck mal, der ist toll. Die meisten haben aber etwas dagegen, wenn andere ungefragt ihre Inhalte für eigene Interessen nutzen.

Und wir  müssen einen Weg finden, das Urheberrecht sinnvoll an die digitale Zeit anzupassen.

Aber ohne einen Schutz der Urheber wäre den Künstlern das Brot genommen, das auch sie essen müssen.

Zum Angriff auf die Künstler durch Leute aus der Gruppe Anonymous schreibt der Tagesspiegel.

Heute im KStA äußern sich acht Autoren und Komponisten, darunter Peter Licht

“Das Leben meiner Band, meines Produzenten, meines Managements, meines Labels, meines Verlages ist nicht kostenlos. Ich erwarte Geld von dem, der das nutzt, was wir machen. Direkte Aktion. Da steh ich drauf. Geld für Arbeit. Ich möchte nicht am Ende von einer Turnschuhfirma bezahlt werden oder einer Bierbrauerei oder einem Telefonkonzern, oder sonst einer Industrie, die sich den Scheiß kauft und unter ihrer Flagge kostenlos zur Verfügung stellt als Markenpflege oder Werbung oder ‘Content’”.


Liebe Blogbesucher, wir suchen noch den passenden Prepaid-Tarif/-anbieter für Herrn P. – das Handy haben wir längst, aber immer noch keine Tel.Karte. Mama mayarosa ist überfordert und zu langsam.

Daher meine Frage an euch: Welchen Prepaid-Tarif bzw. welchen Tarif haben eure Kids und warum?

Zur Info: Herr P. kann damit ins Internet, soll das aber nur zuhause über W-Lan.

Und wo ich schon dabei bin, noch ‘ne Frage: Braucht Herr P. zum Spiele herunterladen auf dem Galaxy Y einen Google-Account oder geht das auch so? Wenn ja, wie?

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