Das war es. Aus und vorbei. Willkommen zurück im Club der Singles und Alleinerziehenden. Eigentlich warte ich immernoch auf ein Wunder. Aber Wunder geschehen selten und in Beziehungen nur in amerikanischen Spielfilmen, wenn der Filmfigur im Angesicht der Trennung ein Licht aufgeht und sie nach einem erfolgreichen Reifungsprozess die Liebesbeziehung dann doch erfolgreich führt. Hollywood ist eben nicht Köln, Hamburg, Berlin oder die Eifel, die schwäbische Alb oder Friesland.

In Wirklichkeit passieren diese Reifungsprozesse leider nicht oder erst, wenn es zu spät ist. Irgendwie warten wir beide immernoch, dass der andere endlich … Und genau dass wird nicht passieren.

Viele Frauen werden von ihren Kerlen betrogen oder sie hauen einfach ab. Bei mir ist es das gar nicht. Ich und mein Partner haben einfach eine total gestörte Kommunikation.

Mein Freund/Mann redet nur dann viel, wenn er Geschichten aus dem Bereich Technik oder Mechanik erzählen kann. Die wiederholt er gerne und bei jeder Gelegenheit. Einfache Alltagsorganisation ist enorm anstrengend, weil ich ihm jede Information aus der Nase ziehen muss, auch die nach seinen eigenen Wünschen. Nicht selten bekomme ich eine pampige Antwort, wenn ich ihn nach seiner Meinung frage. Gleichzeitig reagiert er enorm empfindlich und fühlt sich ständig angegriffen oder missbilligt oder irgendwie negativ. Wenn ihm selbst etwas gegen den Strich geht, sagt er nicht, was ihn stört und wie er es lieber hätte, sondern fährt aus der Haut.
Ich komme mir ein bisschen bescheuert vor. Ich weiß, dass zum Streit zwei gehören und rätsle und suche, wo ich die falschen Akzente setze. Aber ich bleibe ratlos …

Vielleicht ist das Ergebnis ja einfach richtig: Wir passen nicht zueinander und tun uns gegenseitig nicht gut. Nur warum haben wir vier Jahre gebraucht, das herauszufinden? Ein bisschen Hollywood-Wunder wäre schon schöner …

Lyriksplitter hat ein Gedicht geschrieben, das wunderbar zu meiner Stimmung passt: Die Küste der Abschiedsverwirrung