Dä Nubbel ist im Kölner Karneval eine äußerst praktische Einrichtung. Er hängt über diversen Kneipen und isses am Ende alles schuld. In der Nacht von Karnevalsdienstag auf Aschermittwoch wird er feierlich zu Grabe getragen und muss auf dem Scheiterhaufen brennen.
Nun wollte ich mal nachsehen, woher die Nubbeltradtion so kommt, ob sie eher katholischen oder eher heidnischen oder sonstwelchen Ursprungs ist. Aber zumindest bei Wikipedia ist die Herkunft nur halb geklärt. Hier steht es ein bisschen ausführlicher. Der Nubbel geht zurück auf eine Kirmespuppe und die Traditon der Nubbelverbrennung ist noch gar nicht so alt. Sie hat sich erst nach dem zweiten Weltkrieg im Kölner Karneval verbreitet.
Hier noch mehr Nubbel aus dem Veedel:









Der Nübbel von Stuesser und der von der Feuerwache, die gefallen mir am besten.
Mir fällt im Moment nicht ein, wer bei uns verbrannt wird, wie der Kerl genannt wird.
Was beweist, dass ich noch nie dabei war
Bei euch wird auch wer verbrannt? In welcher Ecke der Republik ist das denn?
Da ich typisch preußisch karnevalsunverdorben bin – wieviel Spaß ist mir eigentlich entgangen??? – lese ich hier erstmals etwas vom Nübbel. Aber das Verbrennen kenne ich. Bei meinem Bruder auf Gran Canaria wird – wie auf den ganzen Kanaren – am Ende eine riesige Sardine aus Pappmaché verbrannt.
Hier noch eine Erklärung aus einem Forum:
Die symbolische Verbrennung einer großen Sardine aus Pappmaché am Ende des Karnevals und die anschließende Beisetzung symbolisiert den letzten Akt der Veralberung und Verhöhnung von Autoritäten unter dem Schutz der Karnevalsmasken.
In diesem Fall sind die Autoritäten der Katholischen Kirche gemeint, da ursprünglich ja der Karneval auch in Spanien am Aschermittwoch, an dem die Fastenzeit beginnt, zu Ende war.
Danach war erst mal Schluss mit dem Verzehr von Fleisch und dem Genuss der “Fleischeslust”. Da man beidem während der Karnevalstage intensiv frönte, hätte man am Aschermittwoch eigentlich symbolisch eine Ziege, ein Kalb o.ä. verbrennen und/oder begraben müssen. Das Verbrennen der Sardine bedeutet somit eine letzte Verhöhnung der kirchlichen Autoritäten, denn der Verzehr von Fisch ist in der Fastenzeit ja erlaubt.
Mir gefällt Dä Nubbel irgendwie besser
Liebe Grüße
und einen wunderschönen Rosenmontag!
Elvira
Bei Rose steht der Nubbel schon in Flammen: http://rose1711.wordpress.com/2011/03/08/2970/
[...] In puncto Karneval kommt er ganz nach dem Papa. Dafür darf ich heute Abend nochmal vor die Tür und den Nubbel [...]
habe den kölner karneval mal hautnah erlebt. naja, ist schon zwanzig jahre her, und wir waren eh dauerbreit, aber diese geile nubbel-verbrennung ist mir noch sehr gut in erinnerung!
)
Willkommen Sigmundo! Na, immerhin kannst du dich erinnern *fg