Sweetkoffie bat, etwas Klärendes zum Labyrinth zu sagen, das in den Kommenateren der letzten Tage auf meinem Blog immer wieder auftaucht. Mach’ ich gerne.
Dass ich überhaupt nach Chartres gefahren bin, liegt an diesem Labyrinth. Im Mittelalter baute man solche Fußbodenlabyrinthe. Man muss jede Stelle dieses Kreises abgehen, um schließlich in der Mitte anzukommen. Manchmal ist man ganz weit drin und auf verschlungenen Wegen trägt einen das Labyrinth wieder in den äußeren Bereich.
Das Labyrinth in der Kathedrale von Chartres stammt aus dem Anfang des 13. Jahrunderts und ist sehr groß, besonders gut erhalten …. Es symbolisiert den Weg nach Jerusalem im Sinne von “Weg zu Gott” – in meiner Sprechweise: zu mir selbst, meinem inneren Buddha. Das Labyrinth von Chartres hat ein sehr mystisches Image, das mich magisch angezogen hat. Nachdem ich letzten Herbst davon gehört hatte, wollte ich es unbedingt abgehen und spüren, wie sich das anfühlt.
Nun war ich dort und – oh Schreck – überall auf dem Labyrinth standen Stühle.
Nun ja, wie ich hier gepostet hatte, ließ ich mich von den Stühlen nicht abhalten und ging das Labyrinth trotzdem ab. Zum Glück hatte ich Hosen an, denn ich musste sehr oft das Bein hoch über die Stühle heben. Immer schön konzentriert und vorsichtig. Schließlich wollte ich weder auf die Sitzflächen steigen noch die Ruhe in der Kirche stören. Nun, ich habe es geschafft und am nächten Tag hatte ich Muskelkater im Popo.
Freitags – so las ich – sollte das Labyrinth freigeräumt sein. Wir waren freitags nochmal da. Aber – vermutlich weil Karfreitag – standen die Stühle weiterhin da. So muss ich wohl nochmal an einem Freitag nach Chartres reisen … aber erst, wenn ich die Stühle auf meinem Lebensweg beiseite geräumt habe.




Das ist ja echt interessant. Da hätte ich auch mitgemacht.
Schon lustig, auf was für Ideen die Baumeister immer kommen…
War tatsächlich toll. Man muss sich ständig umdrehen und die Richtung wechseln, um am Ende dann doch in der Mitte anzukommen.
Und jetzt ziert so ein Labyrinth den Hals von mayarosa und von Herrn P.
Wie was den Hals?
Etwa ein Tattoo?
Nein. Ein schmuckes Kettchen.
Für mich mit Silberkettchen. Für Herrn P. mit Lederbändchen.
Das hört sich gut an
Tolle Sache!
an dieser Stelle ein erklärender Link: http://www.aliquot.de/chartres/chartres.htm
Meine Hochachtung, dass du dich nicht hast hindern lassen, dieses Labyrinth zu gehen.
Toll!
Liebe Mayarosa, vielen lieben Dank für die Erklärung und den schönen Bericht über das Labyrinth.
Das setzt bei mir viele Gedanken in Bewegung, so ein Labyrinth, das hat was.
Damit ich nicht nach Chartres fahren muß, versuche ich es im Sommer mal hier beim Bauern Hielscher im Maislabyrinth.
Vielleicht finde ich da meinen inneren Buddha.
Herzlichst
Sweetkoffie
Da nich für
Du kannst mir gerne den Link zu eurem Bauern Hielscher schicken. Wollte gerne mal so ein Maislabyrinth besuchen, zusammen mit Herrn P.
http://www.witzheldener-bauernkaese.de/home
Mit dem Labyrinth dauert es natürlich noch eine Weile, wenn es soweit ist, dann würde ich Dich und Herrn P. gerne begleiten und anschließend mit Euch éin eis schleckern
Dit is ‘ne Einladung!!