Mayarosa ist auf Entzug. Kaffeeentzug. Seit vier Tagen. Aber es klappt einigermaßen. Man darf mich morgens halt nicht zu sehr fordern. Also gar nicht fordern. Da bin ich dann schnell überfordert
Morgens gibt es erstmal eine Tasse Tee, erst später dann Kaffee. Den koche ich derzeit in der Cafetera, so dass es immer nur kleine Mengen sind. Mit zwei Cafeteras am Tag (das sind ca. 4 Capucchino oder Milchkaffee) klappt es so halbwegs. Das ist noch nicht das Ziel, aber deutlich weniger, als ein Liter und mehr am Tag.
Aber einfach ist anders, ehrlich. Die Psyche versucht mich mit allen Tricks zu verführen: Heute morgen lag im Bett, in der Nase den Duft von frischem Kaffee… also da war nirgends Kaffee … aber gerochen haben ich ihn trotzdem. Nennt man das Phantomgeruch?
Dann sind mir heute noch ganz andere Abhängigkeiten begegnet. In der Apotheke wollte ich Globuli kaufen. Die Apothekenverkäuferin sagte mir, das ginge nicht, weil sie gerade Stromausfall hätten. Ich: Was hat denn der Stromausfall mit dem Kauf von Globuli zu tun? Naja, die Kasse sei elektronisch … und … das ist das schwerwiegendere … sie haben ein elektronisches Warenlager. Das gibt nix her, wenn der Saft weg ist.
Wir sollten uns unabhängiger machen.



Phantomgeruch …. *kreisch*
Ehrlich. Hat voll stark geduftet!
Dann trink doch den Phantomkaffee…………
… hm… probier … bäh.. ganz trocken… nee. Das gibt nix
Mir geht es oft so, dass ich den Geruch einer frisch gebrühten Tassee Kaffe dirket in der Nase habe, Appetit bekomme, mir einen Kaffee mache – und enttäuscht bin. Komischerweise schmeckt mir seit einiger Zeit der heimische Kaffee nicht mehr so richtig. Im Café aber immer.
Schönen Sonntag wünscht Elvira
Filterkaffee trinke ich schon lange so gut wie nicht mehr. Irgendwann kam ich aus Spanien zurück und hatte keine Lust mehr auf die Maschinenplörre. Da habe ich meine gute Braunkaffeemaschine vor die Tür gestellt und einen Zettel mit “zu verschenken” draufgeklebt. 20 min später war sie weg. Ich habe mir eine Bodumkanne gekauft und trinke nur noch heiß aufgebrühten Kaffee.
Da ist nämlich der Unterschied. In den Kaffeemaschinen ist das Wasser nicht mehr sprudelnd heiß und so zieht der Kaffee mehr Säure. Gift für den Magen.
Irgendwann bin ich – zu hause – auf koffeinfreien Kaffee umgestiegen. Die Homöopathie verlangte es so. Der schmeckte nach Kaffee, er duftete nach Kaffee… er weckte mich nur nicht so.
Aber nach ein paar Tagen habe ich mich daran gewöhnt. Inzwischen ersetze ich ihn sogar durch Pfefferminztee.
Hilft das?!
Das Koffein ist mir egal. Bzw. Ich schlaf trotzdem gut. Und ich werde morgens damit wach. Der limitierende Faktor bei mir ist die Säure im Kaffee. Und ich mag nicht so abhängig sein. Das stört mich. Daher führt wohl kein Weg daran vorbei, als liebgewonnenen Gewohnheiten mal radikal zur Seite zu schieben … mal sehen, ob es mir gelingt.
Drück dir die Daumen!
Also, du hast meinen aufrichtigen, vollen Respekt. Ich habe es auch schon mal durchgemacht…argghh
Danke. Ist schon spannend, so ein Entzug
– bisher halte ich es tapfer mit zwei Cafeteras am Tag aus. Und noch viel tapferer trinke ich morgens erstmal Tee. Jeden Tag erneut eine Überwindung meines inneren Schweinehundes.
Fastet du etwa, liebe mayarosa? Oder gehts dir um das Prinzip? Dann gehört zur Unabhängigkeit auch das Freimachen vom Internet und vom Blogschreiben. Ich trinke da mal einen Kaffee.
Ich nehme die Fastenzeit zum Anlass, meine eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen bzw. auch mal zu durchbrechen. Und in diesem Jahr ist der überbordende Kaffeekonsum an der Reihe. Am schwersten ist es, morgens erst eine Tasse Tee zu trinken, bevor ich mir ‘nen Kaffee aufsetze. Aber genau das ist der springende Punkt bzw. das hüpfende Komma.
Ich trink’ jetzt auch ‘nen Kaffee. Darf ich ja im Rahmen der mir auferlegten Reduktion. Vor mir steht ein lecker Milchkaffee.
Vom Blogschreiben muss ich mich (derzeit) nicht unabhängig machen. Da spüre ich keine Abhängigkeit. Und das stört mich auch nicht.
Fasten wird hier nicht sehr groß geschrieben. Für mich kommt das jahreszeitlich-punktuell nicht in Frage. Wenn mir etwas zu viel wird, dann reduziere ich das, gerade so, wie nötig. Warum soll ich mich – wieviel Wochen? – quälen?
Das sollte jeder für sich halten, wie er/sie möchte.