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Archive for the ‘Adventskalender’ Category

… an mich selbst:

Zuerst mal: Dank an euch, für all eure ermunternten Worte, die mir Mut gemacht haben, es zu wagen.

Schon als Kind wollte ich gerne Gitarre spielen lernen. In meinem Elternhaus fand ich hierfür keine Unterstützung – ich glaube, Muse bzw. musische Dinge hatten dort einfach keinen Platz – und alleine, ja, alleine habe ich das nicht geschafft. So habe ich nie ein Instrument gelernt (und Herr P. nun schon das zweite).

Vor gut einer Woche, in der eine Katastrophe die nächste jagte, Herr P. auch noch krank war, begegnete mir in einem seelisch-klapperigen Zustand auf dem Weg zum Kinderarzt ein Zettel auf einem Laternenpfahl. Ein Gitarrenlehrer suchte Schüler. Und da war er auf einmal, der Gedanke, ob ich nicht vielleicht doch noch in meinem Leben Gitarre spielen lernen könnte. Natürlich war da auch sofort die Vernunft, die sagte: Sach‘ ma‘ mayarosa, hast du sie noch all? Du kriegst deine ganzen Aufgaben, Vorhaben, die ganze Pflicht und Kür schon jetzt nicht auf die Reihe, wo willst du denn das noch unterbringen?

Nun ja, ich habe überlegt und abgewogen. Da ist sie nun, meine Gitarre. Kommenden Mittwoch habe ich meine erste Stunde Gitarrenunterricht. Der Gitarrenlehrer kommt abends hier vorbei. Anders kann ich mir nicht vorstellen, es unterzukriegen.

Ich kann keine Noten lesen und keinen einzigen Griff. Mal sehen, ob es klappt, ob ich in meinem Leben und vielleicht im kommenden Jahr lerne, den einen oder anderen Song auf der Klampfe zu klimpern. Jedenfalls freue ich mich jetzt erstmal wie Bolle.

Ich wünsche euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest. Mit oder ohne Kirchgang. Mit vollem Haus oder eher im kleinen Kreis. Romantisch, wuchtig oder eher unspektakulär. Jeder wie er/sie mag. Hauptsache, es erfreut euer Herz. Liebe Grüße!

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Gestern habe ich bei Sweetkoffie schon den ersten Jahresrückblick gesehen und vor meinem geistigen Auge tauchte ein Mann auf, der in dem dort gesehenen Video (G.o.o.g.l.e.-Eigenwerbung) fehlte. Ein Mann, der in großer Not die richtigen Worte fand und wirklich viel getan hat für den Frieden:

Vielleicht sollten Friedensnobelpreiskommittees und andere Juroren, die wichtige Preise zu vergeben haben, mal Abstand nehmen von dem Ritual, einen Promi zu suchen, der diesen oder jenen Preis noch nicht hat, ihn – aus welchen Gründen auch immer – aber doch auch mal bekommen sollte. Oder nach weltpolitisch-strategischen Gesichtspunkten einen oder mehrere Preisträger in Krisengebieten auswählen.

Vielleicht sollten sie mal hinschauen und darauf achten, wer im vergangenen Jahr sich ganz besonders verdient gemacht hat für das friedvolle Zusammenleben einer Gemeinschaft. Dann träfen sie auch auf Menschen wie Tariq Jahan. Ganz gewöhnliche Bürger, die in besonderen Situationen mit Größe reagieren und dadurch Einfluss nehmen auf ihren Teil der Welt. Mir bleibt er als besonderer Held in Erinnerung.

Die Musik dazu von Cat Stevens oder Yusuf Islam

lyrics

Und nun zu meinen ganz privaten Weihnachtswünschen. Ich bin heute in der Stadt verabredet, mir den angekündigten Wunsch zu erfüllen. Auslöser war ein Zettel an einem Laternenpfahl. Der hat mich an diesen alten Wunsch erinnert. Wenn es geklappt hat, kriegt ihr morgen als Adventstürchen das Foto dazu 🙂

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„Das war mein unteres Bewusstsein. Das kann ich nicht steuern“, verteidigte sich heute morgen Herr P., als ich ihn ermahnte, weil er beim Reinlichkeitsritual (Gesicht waschen, Zähne putzen, Haare kämmen) zwei Drittel vergessen hatte.

Das „untere Bewusstsein“. Vielleicht sollten wir in den nächsten Tagen alle mal in uns gehen und nachspüren, welche Einstellungen, Haltungen, Werte unser Handeln steuern. Auch mithilfe unsere „unteren Bewusstseins“. Einen warmen Weihnachtsgruß sende ich euch.

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Weihnachten ist das Fest der Liebe, Freundschaft, Zuneigung, Besinnung, Einkehr, Ruhe … nee, so’n Quatsch: Weihnachten wird unterm Baum entschieden … so steht es doch auf Großplakaten. Das Konsumklima ist jedenfalls gut, die Leute kaufen also, was das Zeug hält.

Ähem. Darüber wollte ich gar nicht schreiben. Sondern über zwei Meldungen, die sich in meinem Kopf seltsam vermischen. Zum einen ist da die Diskussion um unseren Bundespräsidenten und seiner Beziehung zu Herrn Maschmeyer. Ich weiß nicht genau, was dahinter steckt, vermutlich ein kleiner böser Racheakt von jemandem, dem der Wulff auf die Füße getreten ist. Es geht um Moral, um Transparenz, Vorteilnahme und um die Frage, was ist erlaubt und was nicht.

Mal ehrlich: Wenn mir ein Freund zu günstigen Tarifen oder gar für Ömme für zwei Wochen das Ferienhaus seiner Eltern, Onkels oder sein eigenes in Südfrankreich oder Spanien überließe, würde ich Nein sagen? Ganz bestimmt nicht. Ich würde mich freuen und es gerne und dankend annehmen. Denn jeder nutzt die Vorteile, die er aus seinem privaten Umfeld hat. Die Frage lautet: Wie ist das bei Staatsdienern, Journalisten, Politikern? Was dürfen sie und wo fängt Vorteilsnahme von Amts wegen an? Ab wann sind sie bestechlich? Ab wann beeinflusst die freundschaftliche Zuwendung ihre Entscheidungskraft?

Über diese Frage zu reden und für alle lebbare und nachvollziehbare Regeln zu schaffen, fände ich hilfreich. Denn dieses Problem gibt es ja wahrlich nicht nur bei Bundespräsidenten bzw. Ministerpräsidentent, denn über diese Zeit reden wir ja. Dieses Problem gibt es in jeder kleinen Gemeindeamtsstube, in jeder kleinen Redaktion, in jedem Blog, der eine gewisse Öffentlichkeit erreicht, in den Einkaufsabteilungen der Firmen, im Grunde überall da, wo Einfluss ist. In der Diskussion um Wulff mischt meinem Eindruck zufolge immer so ein bisschen der Neid mit und die Missgunst. Das finde ich kontraproduktiv und schädlich für unser Zusammeleben.

Auf der anderen Seite des großen Teichs geht es auch um Moral, darum, dass ein Mitarbeiter Firmengeheimnisse verraten hat – oder darum, dass er illegale Machenschaften veröffentlicht hat. Ist Bradley Manning nun Verräter oder Held? Er hat interne, als geheim eingestufte Dokumente an Wikileaks weitergeleitet zur Veröffentlichung. Das ist verboten. Vertraulichkeit zu missbrauchen ist falsch.  Andererseits waren unter diesen Unterlagen Videos und Dokumente, die schwere Menschenrechtsverletzungen durch US-Soldaten beweisen. Das aufzudecken, erfordert Mut und Sinn für Gerechtigkeit. Das ist gut und richtig. Auch hier täte eine offene Diskussion über Transparenz, Moral und darüber, wie weit Treue gehen muss und wann die Verantwortung für Gerechtigkeit größer ist der Sache gut. Aber es sieht nicht so aus, als ob diese Debatte ernsthaft geführt wird.

Eigentlich bräuchten wir eine echte Wertedebatte. Aber in einer Gesellschaft, die Weihnachten unterm Baum entscheidet, ist das vielleicht zu viel verlangt.

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Dieses Jahr ist echt ein bisschen der „Ich-werde-nie-fertig-Wurm“ drin. Auch das mit den Weihnachtskarten schaffe ich diesmal nicht wirklich. Hatte ich die vergangenesn Jahre gedruckte Karten für Kunden, Geschäftspartner, Dienstleister, Freunde, habe ich dieses Jahr gar nix. Und selbst damit bin ich verdammt spät dran. Habe heute gerade mal ein paar einzelne Unicef-Karten geschrieben. Andere müssen sich mit Mails begnügen oder dieses Jahr ohne eine Karte von mir auskommen.

Mein Kopf ist schwer, die Nase brennt wie Feuer und Herr P. hat sich mit den Halsschmerzen direkt angeschlossen …

… und eigentlich liegt hier noch viel zu viel Arbeit rum.

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Dieser Tage sind Zeitschriften und Zeitungen wieder voller Rezepte für opulente Weihnachtsmenüs. So auch das Magazin des Kölner Stadtanzeigers. Ich habe das nicht weiter beachtet, weil ich zwar gerne esse, aber für ein leckeres Essen nicht drei Tage in der Küche stehen möchte und weil diese Art Küche Herrn P. ohnehin nicht goutiert. Das war so ein Drei-Gänge-Menü à la Sterneküche mit gefühlten 231537 Arbeitsschritten:

Vorspeise: Möhrencrem-Süppchen mit grünem Pfeffer und Bratapfelspieß
Hauptgericht: Petersilienwurzel-Gratin mit Edelpilzen, Thymianjus, Wacholderschaum und Steak
Dessert: Luftige Mascarpone-Creme mit Cantuccini und Apfel-Birnen-Kompott

Hey, wer sich den Stress machen will. Da weiß ich eine Menge sehr schmackhafter und auch edler Gerichte, die deutlich weniger Arbeit machen. Aber gut, jeder wie er mag. An sich nicht erwähnenswert.

Den Vogel abgeschossen hat der Titel: „Das ganz entspannte Magazin-Menü“. Voll der schwarze Schimmel oder der weiße Rappe. Wer bei so einem Essen bestimmt nicht entspannt, ist der Koch oder die Köchin, es sei denn, es handelt sich um jemanden, der beim Kochen grundsätzlich entspannt. Der reagiert dann aber auf andere Überschriften.

Was an Heilig Abend bei mayarosa auf den Tisch kommt, liegt noch völlig im Dunkeln. Muss ich mit Herrn P. die Tage mal beratschlagen.

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4. Advent

Ha… Ha… Ha… tschi… heute ohne Türchen. Mich hat es erwischt. Ein Virus belagert Hals und Kopf … Bäh.

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