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Archive for the ‘Innerer Schweinehund’ Category

… aber heute nicht von mir, sondern zitiert. Es geht darum, sich selbst zum Sport zu motivieren, zum Beispiel zum Joggen:

Zitat aus einem Interview mit Jürgen Walter, Sportpsychologe:

„Ein Kratzen im Hals spüre ich aber jetzt schon, sollte ich mich da nicht besser schonen?
JW: Bei diesem Kratzen könnte es sich auch um den inneren Schweinehund handeln.

(…)

Und wenn sich der innere Schweinehund wieder meldet?
JW: Es wird Ihnen nicht gelingen, ihn für immer wegzusperren. Also gehen Sie in die Offensive und behandeln Sie ihn gut: Laden Sie ihn ein, mitzulaufen. Und sorgen Sie dafür, dass Sie immer ein Argument mehr haben als er.“

Sag ich doch, man muss es irgendwie hinkriegen, den inneren Schweinehund zum Freund zu machen.

Schönes WE euch allen!

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Gestern fühlte ich mich noch „von guten Mächten wunderbar geborgen“. Beschützt vom Universum, das irgendwie seine Finger im Spiel hat, damit mich meine eigenen Ängste und Hoffnungen keine Dummheiten machen lassen. Heute fühle ich mich wütend. Wütend auf mich, auf andere, auf alles. Ein innerer Kritiker hat die Wortführung übernommen. Und der lästert rum, was das Zeug hält. Vielleicht sollte ich meditieren lernen …?

Ist zwar nicht wirklich Meditationsmusik, trotzdem, Augen zu und Lauscher auf:

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Heute morgen begegnete mir ein innerer Schweinehund. Also gar nicht mein eigener. Mein eigener freut sich des Lebens, weil er mich gerade so schön im Griff hat oder er ist im Urlaub und lässt seine Freunde die ganze Arbeit machen. So ganz genau weiß ich das gerade nicht.

Also mir begegnete ein Schweinehund und ich erkannte einen ganz wesentlichen Charakterzug, wie ihn innere Schweinehunde eigentlich alle haben. Daran kann man sie prima erkennen. Es handelt sich hierbei geradezu um eine politische Einstellung, eine Haltung. Der innere Schweinehund ist sehr konservativ. Er ist ein Gewohnheitstier. Veränderung ist ihm ein Greuel. Der innere Schweinehund lässt uns auf ausgetretenenen Pfaden wandeln und wehe, wenn wir diese verlassen oder gar neue Wege suchen, dann wird er laut, argumentiert wie bekloppt, sucht sich Verbündete und jede erdenkliche Chance, um uns in die ausgetretenen Pfade zurückzuziehen.

Da ist der innere Schweinehund wie ein störrischer Esel. Und es braucht eine ganze Weile, ihn zu überzeugen, dass neue Wege auch schön sind.

Hier geht es zum inneren Schweinehund Teil 1 und Teil 2.

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„Was ist die Aufgabe des inneren Schweinehundes?“, fragte Elvira im Kommentar zum ersten Schweinehund-Post. Eine gute Frage, finde ich.

Wir erleben ihn als Hinkefuß, als Stolperstein, als jemanden, der uns von dem abhält, was wir eigentlich tun wollten bzw. tun sollten. Sollten. Weil es richtig ist. Weil es klüger, gesünder, vernünftiger, halt besser ist. Je mehr ich darüber nachdenke, um so mehr bleibe ich an diesem Sollen hängen. Wer sagt uns eigentlich, was wir sollen? Unser Über-Ich? Die Gesellschaft? Unsere Kinder, Lebensgefährten, Freunde, Eltern? Die Wissenschaft? Unsere Erziehung? Unser Glaube? Die Werbung?

Wat muss, dat muss. Aber: Was muss eigentlich?

Vielleicht ist unser innerer Schweinehund das Sammelbecken all jener Bedürfnisse und Sehnsüchte in uns, die wir überhören, ignorieren, nicht berücksichtigen, nicht ernst oder wichtig nehmen.

Wenn man etwas unterdrückt, mit Kraft zurückhält, vermehrt sich seine Kraft. Wenn der Druck gar zu stark wird, bricht sich das Unterdrückte Bahn und reißt den Staudamm nieder. Das ist eine einfache Physikregel und jedes Kind kann sie bei Staudammbauen an einem Bächlein nachprüfen.

Ich denke, mit unseren Bedürfnissen verhält es sich ähnlich. Wir haben gelernt, unsere Pflicht zu tun, uns gesellschaftlich und moralisch in anerzogenen Bahnen zu bewegen. Wir haben gelernt, dass das Leben weder Wunschkonzert noch Plätzchenteller ist. Und wir haben gelernt, Stimmen in uns, die etwas anderes sagen, zu unterdrücken. Möglicherweise versammeln sich diese Stimmen und drücken ihre Kraft in der Person des inneren Schweinehundes aus.

Woher wiederum unsere Bedürfnisse kommen und ob sie hilfreich sind und uns beim Glücklichsein unterstützen oder behindern, das ist eine andere Frage.

Aber wenn das so stimmt, dann wäre es die Aufgabe des inneren Schweinehundes, uns im Kontakt mit uns selbst zu halten; uns daran zu erinnern, dass wir unser Innerstes ernst und wichtig nehmen, unsere innere Stimme hören, uns an ihr reiben und mit ihr wachsen.

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Ist er nun ein Hund oder ein Schwein, der innere Schweinehund?

Hunde sind vor allen Dingen Rudeltiere, keine Einzelgänger (außer es handelt sich um eine Sonderzüchtung, da mag es sowas geben). Hunde brauchen Orientierung, Bezug, Hierarchie und wenn sie ihren Platz in der Hierarchie einmal akzeptiert haben, dann sind sie treu. Besonders kluge Hunderassen brauchen meist Erziehung und Training.

Schweine sind nur vordergründig schmuddelig. In erster Linie sind sie vor allem schlau. Ein Schwein schafft es ohne Probleme, stubenrein zu werden oder Tricks zu erlernen. Probieren Sie das mal mit einer Kuh oder einem Huhn! Im Unterschied zum Hund, scheinen mir Schweine unabhängiger zu sein. Vielleicht nicht wie eine Katze, aber in eine ähnliche Richtung.

Was das mit dem Schweinehund zu tun hat fragen Sie? Nun, das weiß ich auch noch nicht so genau. Ich nähere mich zunächst dem Begriff.

Schweinehund, grammatisch betrachtet, zeigt an, es handelt sich um einen Hund mit schweinischen Eigenschaften.

Der innere Schweinehund müsste demnach also ein besonders schlauer Hund sein und ein relativ unabhängiger dazu. Einer, der seinem Herrchen nur gehorcht, wenn er es möchte. Kein Lemming, der springt, wenn man sagt, spring. Einer der es weiß, wie man sich durchsetzt und zur Geltung kommt. Einer, der das innere Team gerne für sich instrumentalisiert. Ja, ich glaube, genau so einer ist er, der innere Schweinehund. Und eine treue Seele, einer auf den man sich immer verlassen kann, dass er zur Stelle ist.

Ich bin mir noch nicht so ganz sicher, ob der kleine Revoluzzer, die große Freiheitsfanatikerin, der Erwartungshasser und noch ein paar Kanditaten, ob das die Freunde vom inneren Schweinehund sind. Oder ob eines oder mehrere davon – je nach Menschlein verschieden – den Charakter des jeweiligen inneren Schweinehundes beschreiben.

PS: Ich beobachte mich gerne selbst. Seit einiger Zeit mache ich mir über Phänomene meines Verhaltens Gedanken im Zusammenhang mit solch inneren Schweinehunden und will auch immer wieder was dazu posten, aber ich weiß immer gar nicht, wo ich anfangen soll, deswegen fange ich heute einfach damit an, den inneren Schweinehund zu charakterisieren.

PSS: Und wenn ich mir mein Textlein zum inneren Schweinehund so durchlese vor dem Veröffentlichen, dann denke ich mir: Eigentlich hätte ich ihn gerne zum Freund, den inneren Schweinehund. Nicht zum Feind. Damit er für mich und nicht gegen mich arbeitet. Ob dieses Experiment zu bewältigen ist?

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