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Archive for the ‘Kindermund’ Category

Am Frühstückstisch entspann‘ sich heute ein Gespräch über Hilfsorganisationen, über Menschenrechte und die Todesstrafe, die ja in einigen Ländern noch vollzogen wird.

„Das ist ja auch voll unlogisch. Weil wenn man jemanden tötet, weil er jemanden getötet hat, dann würde es ja bald gar keine Menschen mehr geben, weil der einen getötet hat, getötet wird und so weiter. Bis keiner mehr da ist.“

So einfach kann Logik sein. Wir sollten uns die Welt öfters mal von unseren Kindern erklären lassen.

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Frisch vom Schulhof

„Haribo macht Kinder fett,

steht auch schon im Internet.

Sterben musst du sowieso,

schneller geht’s mit Haribo.“

Herr P.  heute morgen

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„Das war mein unteres Bewusstsein. Das kann ich nicht steuern“, verteidigte sich heute morgen Herr P., als ich ihn ermahnte, weil er beim Reinlichkeitsritual (Gesicht waschen, Zähne putzen, Haare kämmen) zwei Drittel vergessen hatte.

Das „untere Bewusstsein“. Vielleicht sollten wir in den nächsten Tagen alle mal in uns gehen und nachspüren, welche Einstellungen, Haltungen, Werte unser Handeln steuern. Auch mithilfe unsere „unteren Bewusstseins“. Einen warmen Weihnachtsgruß sende ich euch.

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Ohne Worte

Heute am Mittagstisch:

Herr P. „Mama, du solltest dir mal wieder einen Mann zulegen.“

Mayarosa: „Aha, und den gibt es dann so im Katalog? Da kann man sich einen aussuchen? Oder auf ebay ersteigern?“

Herr P. „Ja, habe einen gesehen für 50 Euro.“

Mayarosa: „… auf ebay?“

Herr P. „Ja.“

Mayarosa: „Alles klar! Warum willst du eigentlich, dass ich einen Mann habe?“

Herr P. „Dann hätte ich einen zum Reden.“

Mayarosa: „Wie? Ich reiche dir nicht zum Reden? Und unsere Mitbewohnerin kommt doch auch bald. Die reicht auch nicht?“

Herr P. „Naja, so einen für Männergespräche. So über Fußball und so.“

Das hat mayarosa nun davon. Da geht sie für den Panz mit ihm zum Fußballgucken – nun gut, geguckt habe ich nicht. Ich habe gelesen – und dann sowas 😉

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„Guck mal Mama, von guten Nachrichten, da kriegt man Energie, bei schlechten Nachrichten geht sie wieder weg.“ Herr P.

Na dann mal rüber mit den guten Nachrichten 🙂

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Heute mogen saß ich mit Herrn P. im Bett. Es lief WDR 5. Thema: Flüchtlinge auf Lampedusa.

Herr P.: Warum will Deutschland denn keine Flüchtlinge aufnehmen? Also, wenn ich bestimmen dürfte. Dann könnten sie kommen.

Mayarosa: ist noch mit ihrem ersten Kaffee beschäftigt und redet nicht viel

Herr P.: Mama, warum will Deutschland denn die Flüchtlinge nicht aufnehmen?

Mayarosa: Gute Frage. Hm. Ich glaube, die haben Angst, dass dann noch mehr Flüchtlinge kommen und dass sie abgeben müssen. Sie haben Angst, dass die Menschen in Deutschland weniger für sich bekommen.

Herr P.: Das ist doch egal. Dann haben wir halt nicht 5 Milliarden, sondern 3 Milliarden.

und er legt nach: Ich finde das nicht fair.

Recht hat er, der junge Mann. Wir schotten uns ab, sichern unseren Reichtum und beuten die halbe Welt aus. Auch das sichern wir ab, dass wir weiterhin die halbe Welt ausbeuten dürfen, damit wir auch weiterhin wie die Made im Speck sitzen können. Feudal ist das. Sonst nix.

Die wenigen Flüchtlinge, die wir ins Land lassen, lassen wir hier nicht arbeiten. Wir drängen sie an den Rand oder ganz in die Illegalität und verwenden das dann als Argument gegen sie.

Irgendwie schäme ich mich in diesen Tagen für mein Land.

Das kleine Tunesien hat – wenn ich die Zahl recht erinnere – 160.000 Flüchtlinge aus Libyen aufgenommen. Und wir zicken rum, wir 80 Millionen Deutsche in einem der reichsten Länder der Erde bzw. wir knapp 500 Millionen Einwohner der EU haben haben Angst vor 20.000 Flüchtlingen. Mein Gott. Wie tief sind wir gesunken?

Das alles sind Menschen, die alles hinter sich gelassen und ihr Leben risikiert haben, für ein bisschen Hoffnung auf eine Zukunft. Ich habe hier schon mal etwas gepostet zu Flüchtlingen. Dabei auch ein Video, das die Flucht über das Mittelmeer zeigt.

Kürzlich habe ich ein Büchlein gelesen, dass die Flüchtlingsperspektive umdreht: Krieg. Stell dir vor, er wäre hier von Janne Teller.

Das Buch eignet sich wunderbar als Schullektüre und Projektthema. Für lesefaule Schüler – die soll es ja auch geben – hat dieses Buch einen Riesenvorteil. Es ist dünn und lässt sich in kürzester Zeit nebenbei lesen. Bestimmt hat jeder etwas dazu zu sagen.

Das Besondere an dem Buch: Jede Übersetzung wird angepasst an die geopolitischen Gegebenheiten des Landes. In der deutschen Übersetzung bricht die EU-Struktur zusammen und eine deutsche Familie flieht nach Ägypten.

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Mein Leben ist eine Fernsehkomödie. Das jedenfalls dachte ich vergangene Woche mehrfach. Da will der Sohn, dass die Mutter wieder einen Freund hat. Willkommen bei der abendlichen Fernsehunterhaltung. „Wär schon cool, wenn da wieder so ein Typ da ist.“ …. ??? „Und was wäre daran cool?“ … „Na, dann könnte ich noch ein Geschwisterchen kriegen.“ … ob mayarosa das will oder nicht, ist für Herrn P. zweitrangig. Er sei ja auch ungeplant entstanden konstatiert er ungerührt und ohne mit der Wimper zu zucken.

Jetzt fehlt nur noch, dass Herr P. eine Kontaktanzeige aufgibt: Suche Mann für meine Mutter 😉

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