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Archive for the ‘Küchenecke’ Category

Pizza oder Pizza

Soll ich – soll ich nicht. Hab‘ ich überlegt. Will ja hier keinen Rezepteblog aufmachen. Andererseits gibt es immer wieder Diskussionen über unser Essen, Industriefutter, unerwünschte Zutaten und den Preis für hochwertige Menschennahrung. Deswegen soll es hier gelegentlich das eine oder andere Rezept geben, heute Pizza:

Markenzeichen: einfach, ohne Zusatzstoffe und sehr viel preiswerter als das vorgefertigte Stück Teig aus dem Kühlregal – über die TK-Pizza reden wir hier schon gar nicht!

Teig: 1 kg Mehl, 1 Hefewürfel, 1 Prise Salz, ca. 650 ml lauwarmes Wasser
Preis: Bioqualität ca. 2 Euro; Aldiqualität ca. 30 cent
Menge reicht für ca. 5 bis 6 Pizzen/Bleche, dünn ausgerollt;
Wenn man sich überlegt, dass der Teig für ein Blech aus dem Kühlregal 1,79 Euro kostet, ist das irre.
Zuviel Teig lässt sich prima einfrieren!
Diese Menge reicht für Herrn P. und mich für drei Mal Pizzaessen für uns zwei.

Alles mit Knethaken zu einem glatten Teig verkneten. Mit Geschirrtuch zudecken und in Ruhe gehen lassen. Teig ist okay, wenn er etwa doppelt so viel geworden ist; nach ein bis zwei Stunden (im Kühlschrank geht auch, dauert dann halt entsprechend länger)
Dann nochmal durchkneten, falls es klebt, ein bisschen Mehl dazu. Stücke abnehmen und auf bemehlter Fläche dünn ausrollen. Auf Blech mit Backpapier legen.

Tomatensoße:
Ich nehme meine im Sommer selbst eingekochten deutschen Freilandtomaten plus extra Oregano
Alternativ selbst Tomatensoße zubereiten: Passierte/Gestückelte Tomaten, Zwiebel, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Zucker, Olivenöl, Gewürze …
Für Eilige: Tomatenmark tut es auch. Mit etwas Öl verstreichen; salzen, Oregano drauf

Belag: Jeder wie er/sie will: Champginons, Paprika, Spinat/vorgekocht/mit/ohne Feta/Gorgonzola/Oliven/Kapern/Sardellen/Schinken/Salami etc.
Streukäse drauf
Bei max. Hitze in den Backofen, Umluft so vorhanden und ca. 10 min warten. Yam

Eignet sich auch prima zum Kochen mit Freunden. Anfangs macht man besser zwei gleichzeitig in den Ofen (geht nur bei Umluft), belegt in der Zeit schon mal die nächsten, mal diesen, mal jenen Belag. Die ersten zwei, drei Pizzen sind – in viele Stücke geteilt – erfahrungsgemäß im Nu weg; mit dem Grad der Sättung reduziert sich das Tempo … zum ersten Mal erlebt hatte ich diese Art des Pizzamachens in einer WG in Bologna, damals zu Studienzeiten.

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Ich habe heute brav meine To-Do-Liste reduziert und dabei über mich, meine inneren Antriebs- und Verhinderungskräfte – die Schweinehunde, Trotzköpfe und all die mein ich – nachgedacht, aber so richtig kommt nix zum Formulieren raus.

Und weil es draußen dauerregnet, habe ich den Sommer im Kopf eingekocht:

Dazu braucht man regionale Freilandtomaten, die an der Pflanze reif geworden sind (solche, die für Soßen geeignet sind, nicht die für Salate), Zwiebeln, Olivenöl, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Zucker, Balsamico-Essig, Rotwein, Thymian, Oregano, Rosmarin. Ich hatte ungefähr 2 kg Tomaten, 2 Zwiebeln und 2 Knoblauchzehen.
Klein geschnittene Zwiebeln in Olivenöl anschwitzen. Ich habe die Zwiebeln mit etwas Zucker noch leicht karamellisiert. Klein geschnippelten Knoblauch rein, gewürfelte Tomaten dazu (ich bin berufstätig und alleinerziehend – da habe ich weder Zeit noch Nerv, Tomaten vorher zu häuten, ist aber auch gar nicht nötig), nach Geschmack mit Salz, Pfeffer, Zucker, Balsamicoessig und Rotwein würzen. Dann die Kräuter dazu. Ich habe, da dank Terasse vorrätig, frische Kräuter genommen. Getrocknete gehen bestimmt auch. Köcheln lassen. Fertige Soße vorsichtig etwas pürieren. Dann kochend heiß in die Gläser abfüllen.
Wichtig ist: Die Gläser und Deckel müssen absolut sauber sein. Glas direkt zuschrauben und auf dem Kopf stehend abkühlen lassen.
Fertig ist der Sommergeschmack für Herbst und Winter.

Verwenden kann man sie als Tomatensoße natur oder mit weiteren Zutaten zu Pasta, als Pizzasoße oder als Grundlage für weitere Experimente.

Wenn jetzt einer über die Küchenfliesen lästert: Vor dreißig Jahren war das bestimmt der letzte Schrei. Heute ist es zum schreiend davon laufen. Ich wohne zur Miete. Wär’s meins, würde ich sofort neu fliesen. Vielleicht fällt mir aber auch so nochmal ’ne akzeptable Lösung ein.

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