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Archive for the ‘Musik’ Category

Eigentlich wollte ich schon am Freitag gepostet haben, aber ich kam nicht dazu. Mein analoges Leben hat mich voll im Griff. Aber gefreut habe ich mich, gefreut, dass Kardinal Meisner ein Einsehen hatte  und die Pille danach, soweit sie bei einer vergewaltigten Frau zur Verhütung einer Schwangerschaft dient, auch in katholischen Kliniken im Bistum Köln erlaubt ist. Dass katholische Krankenhäuser in solchen Fällen auch über Mittel und Wege informieren dürfen, die sie nicht selbst verschreiben können, die gegen die eigene Moralvorstellung gehen.

Dieses Thema wurde hier in Köln in Kneipen, in vielen Privatgesprächen diskutiert. Überall die gleiche Empörung. In Leserbriefen im Kölner Stadtanzeiger äußerten sich Menschen, die sich als bekennende Katholiken ausgaben, und schämten sich für ihre Kirche. Denn das hätte Jesus sicher nicht gewollt.

Umso erfreulicher, dass ein besonders konservativer Vertreter dieses Männervereins Katholische Kirche den Hintern in der Hose hat, einen Irrtum zuzugeben und umzuschwenken. Das hätte ich ihm nicht zugetraut. Muss ich ehrlich sagen. Das ich das nochmal erleben darf, Kardinal Meisner loben. Wow. Und obwohl so kurz vor dem Fastelovend, ist es kein Karnevalsscherz.

Aber was ich nicht wusste: Dieses Problem gibt es nicht nur in katholischen Häusern. Denn die anonyme Spurensicherung nach einer Sexualstraftat – kurz ASS – wird nur von einem Bruchteil der Krankenhäuser angeboten. So sagt es der Arbeitskreis Opferschutz in Bonn/Rhein-Sieg. Bisher gibt es ASS nämlich nicht flächendeckend bundesweit. Und dafür sollten wir uns einsetzen, dass Frauen, die sexuell nicht nur belästigt sondern gleich vergewaltigt wurden, in jedem Krankenhaus geholfen wird. Insofern fragt doch mal in eurer Stadt, in eurem Landkreis nach: Gibt es für Vergewaltigungsopfer die Möglichkeit der anonymen Spurensicherung? Wie steht euer Kardidnal zu der Frage?

Ich lese in der Zeitung gerne auch die Leserbriefe. Und oft lese ich sehr kluge Texte, bedacht, ausgewogen, menschlich. Ich wünsche mir, dass mehr Menschen aufstehen und laut sagen, in welcher Welt sie leben wollen.

Auch zu den Privatisierungsplänen der EU beim Trinkwasser gab es etliche Leserbriefe, Tenor einhellig. Ich wünsche mir, dass wir auch bei weniger sexlastigen Themen unsere Empörung laut kundtun und die Welt so ein kleines bisschen besser machen.

»Wie Lassalle sagte, ist und bleibt die revolutionärste Tat, immer ›das laut zu sagen, was ist‹.« Rosa Luxemburg

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Nun wird der EU heute der Friedensnobelpreis überreicht. Aber so richtig freuen kann ich mich nicht. Klar, unsere Eltern- und Großelterngeneration hat viel dazu beigetragen, dass sich die Völker Europas nicht ständig bekriegen. Und was tun wir heute?

Wir sichern unseren Wohlstand. Mit aller uns zur Verfügung stehenden Macht. Unsere Grenzen haben wir eingemauert, damit bloß niemand in unser Wohlstandseuropa kommt, von welchen Bürgerkrieg er auch flüchtet, wie viel Hunger er auch hat, von wem er auch verfolgt wird.

Die Landgrenzen sind dicht. Auch im Mittelmeer wacht Frontex, dass möglichst niemand über’s Wasser nach Europa kommt. In schwimmenden Särgen ertrinken die Flüchtlinge zu Tausenden jedes Jahr.

Wenn sie es allen Widrigkeiten zum Trotz geschafft haben, schieben wir sie wieder ab. Noch nicht einmal Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien wollen wir aufnehmen.

Stattdessen vergrößern wir stetig die Schere zwischen Arm und Reich. Wir fischen die Küsten leer, damit es in unserem Supermarkt bezahlbaren Fisch gibt. Wir beschäftigen auf der ganzen Welt Billiglöhner und lassen Menschen in Gift arbeiten, damit unsere Jeans und Schlaufone bezahlbar bleiben (Von Apple rede ich hier jetzt gar nicht, denn dort sind die Arbeitsbedingungen eine Katastrophe UND der Preis exorbitant teuer). Unsere entsorgten Klamotten landen auf dem Markt in Afrika und machen dort den Webern und Schneidern das Leben und Wirtschaften schwer. Ebenso wie unsere verschmähten Hühnchenschenkel zu Dumpingpreisen nach Afrika gehen. Auch an Landwirt in Burkina Faso kann nicht zum Nulltarif produzieren.

… irgendwas stimmt nicht.

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1975 sah die Sache wohl schon genauso aus. Also: Einfach lächeln. Das wärmt auch 🙂

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Grönland Sounds

Eine musikalische Neuentdeckung aus dem Reich der Inuits, Nive Nielson & the Deer Children

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Feierabend

Freitag, 19:54, endlich Feierabend, endlich Wochenende, was für eine Woche! Wahnsinn…

und bevor ich wahnsinnig werde, Music to calm down: First Aid Kit – The Lion’s Roar

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Das hatte schon was. Konzert in der Kirche – nee, kein Kirchenchor. Sondern E-Gitarre, Lichtbühne, Kölsch und volles Haus. Die Kulturkirche in Nippes war gestern rappelvoll als Tinariwen aufspielten. Leider fehlten zwei aus der Bandbesetzung. Spaß gemacht hat es trotzdem. Ausgesprochen tanzbar obwohl eher ruhig. Und: Die Kirchenakkustik ist nicht zu verachten!

Die Bilder sind nur mit der Lumix aufgenommen und ohne Blitz – daher keine tolle Qualität, aber zumindest ein Eindruck:

Hier ein musikalischer Eindruck:

Es kann natürlich sein, dass dieses Video bald nicht mehr verfügbar ist. Dabei wäre es durchaus im Interesse der Künstler, dass über sie geredet wird und sie dadurch bekannter werdven. Ich wünsche mir, dass sich Youtube endlich mit der Gema auf eine vernünftige Honorierung/Lizenzierung einigt. Das wäre im Sinne der Nutzer und der Künstler. Und an Geld mangelt es weder Youtube noch der Mutter Google.

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Habe das Bedürfnis mir Gutes zu tun und war am Samstag neue Musik kaufen. Darunter diese Neuentdeckung (neu für mich), Stéphanie Sokolinski, alias Soko – I thought I was an alien

Ergänzung: Jetzt weiß ich, woran mich das Intro/Thema/die Grundmelodie erinnert, an Sunday Morning von The Velvet Underground.

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