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Posts Tagged ‘Bonität’

„Ich habe nichts zu verbergen“, das habe ich diese Tage erst wieder gehört als es um das Thema Datenschutz ging.

Mag sein. Kann trotzdem ganz praktische Nachteile für dich haben. Warum es dich betreffen kann, obwohl du sparsam mit deinen Daten umgehst und keinen Schufa-Eintrag hast, erklärt dieser Beitrag. Manchmal reicht es, ein Mann zu sein, eine bestimmte Adresse zu haben oder einen Migrationshintergrund. Diskriminierend? Ja, schon.

Hier die Website zu dem Projekt: http://stry.tv/2013/08/01/st_ry-video-folge-1/

2010 habe ich selbst mal getestet, welche Rückzahlwahrscheinlichkeit mir die bekannten Auskunfteien einräumen: https://mayarosasweblog.wordpress.com/2010/11/21/big-brother-und-die-bonitat/

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Privatpersonen dürfen jetzt auch die Bonität von Firmen prüfen. So ging es gestern durch die Presse. Nützlich soll das sein für Bauherren, die wissen wollen, wie solide ein Bauunternehmen ist. Oder für Bewerber, die sich dagegen absichern möchten, dass ihr künftiger Arbeitgeber in wenigen Monaten pleite geht. Kosten soll so eine Auskunft bei der Schufa 28,50 Euro und bei creditreform sogar 55 Euro.

Was erfahre ich?
Neben Informationen zu Rechtsform, Gründungsdatum und anderen Geschäftszahlen, die ich auch im Internet oder selbst im Handelsregister recherchieren kann, teilt mir die Schufa in einem Ampelsystem mit ob das Unternehmen noch nie durch Zahlungsschwierigkeiten aufgefallen ist (grün), ob Informationen über Zahlungsstörungen vorliegen (gelb) oder  ob eine hohe Wahrscheinlichkeit vorliegt, dass das Unternehmen binnen Jahresfrist insolvent geht.

Das ist gut, wenn die Informationen zutreffend sind. Wenn nicht, ist die Auskunft keinen Heller wert.

Nach den Ergebnissen meines Selbsttests mit der Privatauskunft und den Ergebnissen von Finanztest, habe ich erhebliche Zweifel, dass die Qualität der Information irgendetwas über die Solvenz/Bonität eines Unternehmens aussagt, was über eine kostenlose Google-Recherche hinausgeht. Denn das Ergebnis einer Analyse kann nur so gut sein, wie die Daten, die dieser Analyse zugrunde liegen. Und daran scheint es bei allen Auskunfteien erheblich zu hapern.

Ich vermute, Schufa, creditreform und Co. wollen sich nur einen neuen Absatzmarkt erschließen und ihre Daten nun auch an Privatleute verkaufen.

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